Beim vorletzten Wertungslauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) bei der Rallye Niedersachsen trafen sich alle Top-Teams in Osterode, um wertvolle Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Mit dabei auch das Team vom AVIA racing Team Melanie Schulz und Beifahrerin Jennifer Lerch.

Das Damen-Team wollte sich beim Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft mit den besten Teams aus Deutschland und den benachbarten Ländern messen. Mit einem hervorragenden 11. Gesamtplatz gelang diese Vorhaben mit Erfolg. Neben Abstimmungsarbeiten am Setup des Citroen R3 nutzten sie den Lauf als Test für den Finallauf, nach der Absage der Rallye Baden Württemberg“ zum letzten Citroen Trophy Lauf in Luxembourg.
Der Veranstalter hatte sich sehr bemüht, neben geografisch bedingt vielen langen Geraden auch kurvige und abwechslungsreiche Rallyepisten anzubieten. Nach der Besichtigungsrunde stand für Melanie und Jennifer fest, dass die zu fahrenden 13 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von über 130 Kilometer, darunter 10 Kilometer schöne Schotterpiste, eine anspruchsvolle Rallye sein würde.

  • Melanie Schulz – Rallye Niedersachsen Podium

    Melanie Schulz – Rallye Niedersachsen

  • Melanie Schulz – Rallye Niedersachsen gravel

    Melanie Schulz – Rallye Niedersachsen

  • Melanie Schulz – Rallye Niedersachsen schotter

    Melanie Schulz – Rallye Niedersachsen

Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es mit einem technisch gut vorbereiteten Fahrzeug motiviert in die Freitagabendsektion. Trotz überhitzten Vorderreifen konnte der Abend unter den besten zwanzig Teams beendet werden, allerdings musste für den langen Rallyetag am Samstag kleinere Fahrwerksveränderungen gemacht werden. Bereits bei den ersten Prüfungen am frühen Samstagmorgen war eine deutliche Verbesserung des Setups spürbar. Was dann auch beim ersten Service am grinsenden Gesichtsausdruck von Melanie Schulz ersichtlich war. „Ein geniales Fahrgefühl mit relativ wenig durchdrehenden Rädern ist selbst auf den mit Split in den Kurven übersäten Strecke sehr gut zu fahren“. So der Kommentar des Teams. Die Nachmittagsetappe bewegte sich am Rande des schönen Harz wo auch letztendlich mehr anspruchsvollere und selektivere Prüfungen gefahren wurden. Nicht von ungefähr wurden dann in diesen Prüfungen eine wesentliche Verbesserung der Fahrzeiten registriert, was dann bei der letzten Prüfung mit einer zehntschnellsten Zeit bestätigt wurde.

Ohne Fehler mit einer astreinen Vorstellung präsentierte sich Melanie Schulz bei der Niedersachsen Rallye und freute sich mit Copilotin Jennifer Lerch über eine gelungene Vorbereitung zum Finale in Luxembourg in drei Wochen. Hätte die Streckencharakteristik mehr Kurven und unübersichtliche Stellen aufgewiesen, wären sicherlich noch schnellere Fahrzeiten drin gewesen. Neben dem elften Gesamtplatz belegten sie den 4. Platz in der Klasse der nicht Allrad Fahrzeuge.

Die ADAC Cosmo Rallye Wartburg ist ein Klassiker in Thüringen. Bereits zum 57. Mal zog sie Besucher aus dem ganzen Land an, hunderte Helfer waren im Einsatz, um Eisenach für ein Wochenende lang in ein Motorsport-Mekka zu verwandeln.

Einen eindrucksvollen Auftakt bildete der Showstart am Freitagabend, bei dem die Teilnehmer von einer Rampe auf dem Eisenacher Marktplatz geschickt und von Zuschauern, die teils mit Campingstühlen vor ihren Häusern Position bezogen hatten, begeistert gefeiert wurden. Eine Stimmung, die auch Melanie Schulz, mit Co-Pilotin Jennifer Lerch für das AVIA Racing Rallyeteam am Start, gern nach Thüringen kommen lässt: „Das Ambiente ist enorm bei der Rallye Wartburg, ein geniales Gefühl hier zu fahren“, so Schulz.

Allerdings forderte dieser fünfte von sechs Wertungsläufen zur Citroen Racing Trophy den Fahrern auch einiges an Können ab. Der Kurs der Rallye Wartburg ist einer der schwersten der Serie: schnell, wellig – und das Feld durch den Termin direkt vor dem WM-Lauf der ADAC Rallye Deutschland höchst kompetitiv, da viele hochklassige Fahrer das Event für einen letzten Test nutzen.

  • Melanie Schulz – Rallye Wartburg

    Melanie Schulz – Rallye Wartburg

  • Melanie Schulz – Rallye Wartburg 1

    Melanie Schulz – Rallye Wartburg

  • Melanie Schulz – Rallye Wartburg Podium

    Melanie Schulz – Rallye Wartburg

18 Wertungsprüfungen über gut 120 Kilometer auf den sich windenden, hügeligen und teils ausgefahrenen Kurven rund um Eisenach warteten auf das Team Schulz/Lerch. Darunter Klassiker wie das kurvenreiche Waldhaus, die Befahrung der Anstiege Heldrastein und hinauf zur Hohen Sonne. Und besonders beliebt: Das Cosmodrom als Zuschauer-Hotspot der Rallye Wartburg, ein ehemaliges Raststätten-Areal auf der alten A4.

Obwohl das Wetter hielt und sich die Fahrer zumindest nicht über nasse Straßen kämpfen mussten, verlangte der Kurs dennoch ständige Konzentration. Ein kleiner Fahrfehler kann bei Strecken wie diesen das Aus im Graben bedeuten. Auch Melanie Schulz, der schnelle, technische Kurse liegen, hatte Anlaufschwierigkeiten: „Wir haben uns am Samstag sehr schwer getan in den Rhythmus zu kommen“, resümiert sie.

Zudem gab es Probleme mit der Bremse, die bis zum nächsten Tag jedoch behoben werden konnten – mit unmittelbarem Effekt: Melanie Schulz und Jennifer Lerch fuhren dank solider Leistung auf Platz drei der Gesamtwertung der Division R3 und liegen vor dem letzten Lauf, der Rallye Baden-Württemberg, vier Punkte hinter den Zweitplatzierten Meter/Solbach Schmidt. Da der Gesamtführende Armin Holz in Eisenach wegen Problemen nur auf Platz fünf fuhr, „ist jetzt wieder alles offen“, freut sich Schulz, die bei ihrem Heimrennen noch einmal alles versuchen wird, die theoretische Chance auf die Meisterschaft zu nutzen, auch „wenn es sehr schwierig wird“.

Zum vierten Lauf zur Deutschen Rallymeisterschaft, trafen sich 80 Rallyeteams im ostwestfälischen Lübbecke zur „ADAC Rallye Stemwederberg“. Mit dabei auch das Rallyeteam Melanie Schulz und Jennifer Lech auf ihrem Citroen DS 3/R3 vom AVIA racing Team. Der Veranstalter hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und präsentierte mit über 160 Kilometer Wertungsprüfungen die überwiegend im und im Vorland des Wiehengebirges gefahren wurde.
Schwüle Temperaturen und Regen herrschte noch am Freitag, als das Team den Aufschrieb erstellte und die Besichtigung der Prüfungen vornahm. Allerdings war das von sehr kurzer Dauer, bereits am Freitagabend zum Start der Rallye setzte unwetterartiger Regen ein. Die Reifenwahl war somit eindeutig. Der erste Einsatz nach der Motor- und Getrieberevision verlief ohne technische Komplikationen, allerdings lauerte ständige Gefahr vor Aquaplaning und tief verschmutzten Passagen. Mit einem beruhigten vorderen Platz nach drei gefahren Prüfungen in der Gesamtwertung konnte man zuversichtlich den Samstag entgegen sehen.

  • Melanie Schulz – Rallye Stemweder Berg 1

    Melanie Schulz – Rallye Stemweder Berg

  • Melanie Schulz – Rallye Stemweder Berg regen

    Melanie Schulz – Rallye Stemweder Berg

  • Melanie Schulz – Rallye Stemweder Berg 2

    Melanie Schulz – Rallye Stemweder Berg

Nach einer kurzen Nachtruhe setzte pünktlich zum Re-Start am Samstag unwetterartiger Regen mit Hagel ein. Stellenweise waren die zu befahrenden Straßen überflutet, verschlammt, was beim Aufschrieb erstellen noch nicht notiert werden konnte. „Wenn dich mit über 100 km/h über ein unübersichtliche Kuppe solche Fahrbahnverhältnisse überraschen, kann man nur mit Fahrkönnen und Glück das Rallyeauto auf der Straße halten“, so beim ersten Service der Kommentar von Melanie Schulz. Dass ihr das gut gelungen ist, zeigte die Uhr auf der dritten Prüfung mit der elfbesten super Fahrzeit aller Teilnehmer. Die damit gute Motivation zum zweiten Durchgang wurde ihr dann aber fast zum Verhängnis. Ein kapitaler Dreher nach einer unübersichtlichen Kurve endete im verschlammten Acker. Durch optimales Abfangen und kontrollierter Schlupfregulierung des Rallyeautos konnte auch mit Glück noch das Fahrzeug auf die Straße gesteuert werden. Nach dem Motto „Kein Land in Sicht“ wurden auch die Samstag Nachmittagsprüfungen im Wiehengebirge mit sinnflutartigen Regen in Angriff genommen. Mit der Vorgabe einer defensiven und kontrollierter Fahrt das Ziel zu erreichen wurde sehr gut umgesetzt. Immer weiter verschlimmernde Streckenzustände stellten das Team auf eine harte Probe. Nach dem vorzeiten Abbruch der Rallye, die letzten vier Prüfungen wurden nicht mehr befahren, war die richtige Entscheidung des Veranstalters. Die beherzte aber auch kontrollierte Fahrt am Freitag und Samstag wurde mit dem ersten Podiumsplatz drei in der Citroen Racing Trophy belohnt. Einen zweiten Platz in der 2 WD – Wertung und den zwölften Platz in der Gesamtwertung beim einem Deutschen Rallyemeisterschaftslauf belohnt. „Wir sind mehr als zufrieden über unsere Platzierung, die Asphaltpisten waren nach den Regenfällen wahnsinnig rutschig“, so am Ziel der einheitliche Kommentar vom Team. Mit immer schnelleren Zeiten hält Schulz/Lerch mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung Kontakt zur Spitze.

Neu im Rallyekalender zur Deutschen Rallyemeisterschaft stand dieses Jahr die Sachsen Rallye mit Start und Ziel in der Stadtmitte in Zwickau. Zum dritten Lauf um die Citroen Trophy war das Damenteam Melanie Schulz und Copilotin Jennifer Lerch vom AVIA racing Team wieder mit dabei. Mit einer respektablen Fahrt und schnellen Zeiten waren es nur wenige Sekunden zu einem Podiumsplatz. Der 18. Platz in der Gesamtwertung belegte allerdings die gute Leistung der Drackensteinerin Melanie Schulz.
Eine einmalige Kulisse bot der Serviceplatz im Zentrum von Zwickau. Bereits am Freitagabend wurde die Rallye mit vier Bestzeitprüfungen über 38 Kilometer gefahren. Mit dabei der Stadtrundkurs in Zwickau. Mehr als 10.000 Zuschauer verfolgten die Zeitenjagd der Teilnehmer und diese musste bei Nacht gefahren werden, dabei verfehlte Schulz/Lerch nur um Zehntelsekunden die Klassenbestzeit, ließ aber bereits an diesem Abend die männliche Konkurrenz aufhorchen, dass mit ihr auch am Samstag zu rechnen ist.
  • Melanie Schulz – Sachsen Rallye 1

    Melanie Schulz – Sachsen Rallye

  • Melanie Schulz – Sachsen Rallye 2

    Melanie Schulz – Sachsen Rallye

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    Melanie Schulz – Sachsen Rallye

Mit einem guten Startplatz 25 begann am Samstag die Rallye rund um Zwickau bis an das Vorland des Erzgebirges. Sehr anspruchsvolle, selektive aber auch sehr schnelle Prüfungen über Landstraßen und Feldwege wurden am Samstag mit 125 Kilometer Länge auf Asphalt zur Hetzjagd der über 90 Teilnehmer. Mit guten Zeiten auf den ersten zwei Prüfungen, folgte bei der dritten nach einer längeren Unterbrechung mit kalten Reifen gleich nach dem Start bei einem Abzweig ein Dreher, dabei gingen über zehn Sekunden über die Stoppuhr.
Unter den restlichen acht Wertungsprüfungen war die Königsprüfung im Rahmen der deutschen Rallyemeisterschaft, mit einer gesamten Länge von 27 Kilometer eine der längsten und anspruchsvollsten Sonderprüfung. „Nach dem zweiten Durchgang wurden wir immer schneller, mit einem optimalen Fahrwerksetup konnten wir hauchdünn an den Zeiten der Spitzenteams schnuppern“ so Melanie Schulz bei der Zieldurchfahrt. Ohne Probleme und kontinuierlich schnellen Zeiten reichte es zu einem vierten Platz in der Citroen Trophy, in der momentanen Meisterschaftswertung bedeutet das den dritten Platz. Das Team Schulz/Lerch ist voller Zuversicht, dass zur nächsten Rallye bei der Rallye Stemweder Berg südlich von Bremen der nächste Angriff zur Spitze gestartet wird.